Künstler sind Reisende durch den Alltag. Sie durchqueren den Stadtraum und fertigen davon (oft eigenwillige) Reiseberichte an. Das können Fotos, Videos, Zeichnungen, Installationen sein. Durch diese „Berichte“ werden im bereisten Stadtraum Orte und Nicht-Orte sichtbar, wie sie der französische Ethnologe Marc Augé 1992 beschrieb.

Laut Augé besitzt der Ort eine Geschichte, die sich oft in dessen Namen wieder finden lässt. Im Gegensatz dazu ist der Nicht-Ort ein Durchgangsraum, beispielsweise eine Autobahn oder ein Flughafen. Ort und Nicht-Ort sind nicht gegensätzlich, sondern untrennbar durch vermeintliche Neben-Schauplätze miteinander verwoben.

Patrick Borchers, Martin Brand, Francis Hunger, Reinhild Kuhn und Thomas Wucherpfennig setzen sich auf verschiedene Weise mit solchen Orten und Nicht-Orten, die sie in der Stadt „bereisen“ auseinander. Den Besucher erwartet eine Ausstellung junger Künstler in Dortmund, die ihren Ausgangspunkt nicht im spektakulären nimmt, sondern in der eingreifenden Beobachtung des Stadtraums.

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Thomas Wucherpfennig, CH_Flughafen, Das Schweizer Element, 2005