Martin Brand (* 1975, Bochum) studierte bis 2002 Kunst und Germanistik in Bochum und Dortmund. Seitdem arbeitet er als Künstler und Filmemacher im Ruhrgebiet und an anderen Orten.
In den vergangen Jahren realisierte er eine Reihe von Projekten, bei denen er von Beobachtungen und Überlegungen zu gesellschaftlich-sozialen wie auch politischen Vorgängen und Zuständen ausging. Seine Arbeiten bewegen sich dabei oftmals zwischen Dokumentation und Fiktion, zufälliger Beobachtung und Inszenierung.
Themen wie Jugendkultur, Identitätssuche, Orientierung an Vorbildern, Beeinflussung durch Medien und Werbung, Cliquen- und Szenebildung, Gewalt, Gruppenhierarchien und -mechanismen spielen inhaltlich eine zentrale Rolle. In diesem Zusammenhang entstanden unter anderem Breakdance (2004), Pit Bull Germany (2004), Match (2005), Turku Portraits (2006), Remote (2007) und MySpace (2008).
In seiner aktuellen Arbeit, die Ende 2008 im Dortmunder Kunstverein im Rahmen einer Einzel-ausstellung gezeigt wird, beschäftigt er sich mit dem Einfluss kommerzieller, vor allem elektronischer Medien auf Jugendliche und deren Auswirkungen auf Wahrnehmung, Realitätskonstruktion und Handlungsweisen.
Brands Videos und Installationen wurden auf zahlreichen Ausstellungen und Festivals gezeigt und mehrfach ausgezeichnet. Er erhielt Stipendien und Künstlerresidenzen und wurde 2006 mit dem Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen für junge Künstlerinnen und Künstler ausgezeichnet.
- 2008
Glanz und Globalisierung. PROGR, Bern - 2007
100 Tage = 100 Videos. GL Strand, Kopenhagen - 2006
Smart Art. European Media Art Festival, Osnabrück - 2005
Expanded Media. Württembergischer Kunstverein, Stuttgart


